"Hunde und Katzen gibt es doch genügend in Deutschen Tierheimen ...."
Diesen Satz hören wir immer wieder. Das Unverständnis ist nicht nur in der normalen Bevölkerung, sondern auch bei Tierärzten und vielen deutschen Tierschützern groß. Natürlich gibt es die, dies ist gar keine Frage, auch diese Tiere liegen uns am Herzen. Die meisten Auslandstierschutzvereine haben ihre Hilfe nicht nur auf die in Not leidenden Tiere im Ausland begrenzt. Es wäre unvorstellbar, wenn sich jemand gegen das Elend der Tiere z.B. im Süden einsetzt, aber ein hilfsbedürftiges Wesen vor der eigenen Türe abweist. Auslandstierschützer sind meist auch in deutschen Tierschutzvereinen aktiv.
"Die eingeführten Auslandstiere nehmen unseren deutschen Tierheimtieren den Platz weg ..."
Dies möchte ich verneinen. Menschen, die sich für einen Hund aus dem Ausland entscheiden, würden stattdessen keinen deutschen Tierheimhund aufnehmen, auch dann nicht, wenn kein anderer im "Angebot" wäre. Die vielen Hunde in unseren Tierheimen die schlecht oder gar nicht zu vermitteln sind, sind meist Hunde mit massiven Verhaltensproblemen. Kaum eine Familie ist in der Lage den alten "Bello" mit übersteigertem Bewacherinstinkt, den hyperaktiven und ständig bellenden Terrier oder den bissigen Dackel aufnehmen zu können. Die vielen netten und lieben "Kampfhunde", die das Pech haben im falschen Fell geboren zu sein, werden ebenfalls keine Chance haben, denn seit der "Kampfhunde-hysterie" sind sehr wenige Menschen bereit die "Listenhundeauflagen" zu erfüllen. Warum also Bello, der Dackel, der Kampfhund.... kein Zuhause finden, hat also nichts mit dem Auslandstierschutz zu tun, sondern liegt eher daran, wie unverantwortliche Tierhalter ihre Hunde "verderben", "vernachlässigen" oder an den vielen profit-gierigen und unseriösen Züchtern.
Warum also keinem Auslandshund eine Chance geben ? ? ?
Die Bevölkerung in vielen meist südlichen Ländern ist noch sehr wenig sensibilisiert für das Elend der Tiere in ihrem Land. Wir helfen nicht dem Land seine Probleme zu lösen, denn Tierleid wird dort nicht als Problem gesehen. Wir helfen einfach nur den Tieren.
..........Damit..........
aus so einem......................................................................so einer wird.

diesem Hund......................................................................dies erspart bleibt.
..................................er wieder ein normales Leben führen kann......................................

.........................................und diesen Hunden geholfen wird..............................................

"Tula" eine Straßenhündin aus Spanien, verdankt ihr Leben den Tierschützern des Vereins "Tierhilfe über Grenzen" (ASPAC) aus Castellón bei Valencia. Mehr tot als lebend wurde sie dort mit sehr viel Liebe und Aufwand gesund gepflegt. Leider ist sie sehr scheu, ist Leishmaniose positiv und als Schäfermix in Spanien "nichts Besonderes". Sie hat bei uns einen Gnadenplatz bekommen.
"Ruszdi" wurde im Alter von 4 Monaten in einem einsamen Feld gefunden. Man versuchte sie zu erschlagen. Sie hatte beide Hüften und den linken Vorderfuß gebrochen. Razsdi überlebte schwer verletzt. Sie wurde von Spaziergängern gefunden und zur Tötungsstation gebracht, da diese dachten so ein Hund würde nicht mehr gesund. Eine Tierschützerin päppelte Razsdi sehr mühsam auf. Da sie jedoch in Ungarn keinerlei Aussicht auf Vermittlung hat, fand sie bei uns ein neues Zuhause.
Nur in Zusammenarbeit mit tatkräftigen Tierschützern vor Ort ist diese Hilfe möglich!
Die Situation der Tiere in anderen Ländern!
In vielen Ländern erleben wir ein Tierleid, welches für jeden Tierfreund unvorstellbar ist.
Fakt ist leider, dass gerade in den südlichen Ländern der "Tierschutz" keine Rolle spielt. Es gibt keine Tierschutzgesetze so wie wir sie kennen. Viele Deutsche bemerken das Elend der Tiere nicht einmal wenn sie als Touristen in dieses Land reisen. Vielerorts werden Tiere im Namen des Tourismus und der Tradition gequält und getötet. Die "Urlaubsländer" sind sehr bedacht die Städte, Strände und Hotelanlagen "straßentierfrei und sauber" zu halten. Dies ist vielen Tieren zum Verhängnis geworden. Sie werden von Mitarbeitern der Gemeinden (in Ungarn "Gyepmester" = Straßenmeister) vergiftet, eingefangen und in die Tötungsstationen gebracht. Meist verfügt jede Stadt über solche Tötungsstationen ( Perrera od. Abdeckerei) Dort werden die (meistens) Hunde und Katzen, aber auch viele andere "Haustiere" z.B. Vögel, Waschbären ... laut gesetzlicher Pflicht 14 Tage "aufbewahrt" um dem Besitzer die Möglichkeit zu geben sein Tier wieder abzuholen. Abgabetiere dürfen sofort getötet werden. Nach dieser Frist dürfen die Hunde "verwertet" werden.
Diese 14 Tage sind bereits für manche Tiere "die Hölle". Wenn sie Glück haben bekommen sie Futter und Wasser vorgesetzt. Manchmal sitzen sie jedoch eingezwängt in kleinen stinkigen Gitterkäfigen. Im Sommer der sengenden Hitze und im Winter der Kälte ausgesetzt. Alles, auch die Tötung muss "billig" sein. Die Hunde werden erschossen, erschlagen, ertränkt oder mit Strichnin totgespritzt, bevor sie wie Müll entsorgt werden. Nur wenige der gepeinigten Kreaturen haben die Chance dieses Hunde-KZ wieder lebend zu verlassen, vom Besitzer abgeholt oder von Tierschützern befreit zu werden.
Private Tötung (Gyepmester) zwei Adeckereien in Ungarn!
Gitterbox für 14 tägige "Aufbewahrung" - Zwingeranlage in einer Tötungsstation diese beiden Hunde sind verhungert. Er hatte Glück und fand einen Platz in Deutschland.
In vielen Ländern haben die Tiere nur sehr wenig "Freunde" die sich für deren Schutz einsetzen. Der große Rest der Bevölkerung sieht es als "normal" Tiere für die Belustigung, zur Befriedigung oder einfach nur zum eigenen Nutzen leiden zu lassen. In Spanien werden nach jeder Jagdsaison die Jadghunde( Galgos, Podencos, Pointer...) "entsorgt" wenn sie für den Jäger nicht mehr die Leistung erbringen, die er von ihnen erwartet. Die Art der "Entsorgung" ist einfach, billig und soll für den Hund möglichst grausam sein um die "Ehre" seines Besitzers wieder herzustellen. Jagdhunde oder Hunde, die für die Rennbahn zu langsam geworden sind, werden nach Tradition am nächsten Baum erhängt, erschlagen und angezündet. Auch viele Haushunde gehen diesen Weg. Manchmal werden sie auch "nur" im Wald angebunden und ihrem Schicksal überlassen.
Das Töten der Tiere durch Erschlagen, Erhängen oder das Anzünden von mit Benzin übergossenen Hunden zur Belustigung der Zuschauer ..... wird durch kein Tierschutzgesetz geahndet. Esel, die einfach die steilen Klippen hinaufgetrieben werden, um sie anschließend aus Spaß hinunterzustürzen, oder einen Streuner vor der Türe zu vertreiben indem man Säure oder kochendes Wasser über ihn gießt, stört kaum jemanden und kommt sehr häufig vor. Viele Hunde werden ihr Leben lang an kurzen Ketten gehalten, vegetieren in Hinterhöfen, in Wiesen oder am Straßenrand. Irgendwann werden sie "vergessen" und verhungern, ohne dass es jemanden stört.
Um dieses Tierleid einzudämmen sind zahlreiche Projekte von Deutschen, Schweizern oder Österreichern entstanden, die oftmals in den jeweiligen Ländern leben und die engagierten Tierschützer vor Ort unterstützen. Es wurden Tierheime errichtet um dieses Tierelend mit den einfachsten Mitteln zu bekämpfen. Diese Stationen sind jedoch keineswegs mit unseren Tierheimen zu vergleichen. In vielen dieser Einrichtungen gibt es weder Wasser noch Strom. Es mangelt an allem und ständig fehlt das Geld um Kastrationen, Impfungen, Tierarztbehandlungen und vor allem Futter zu bezahlen. Tierschützer können die Augen vor dem vielen Tierleid nicht verschließen. Unter großen Mühen werden misshandelte Geschöpfe aus überfüllten Tötungsstationen geholt, aus Mülldeponien und Straßengräben eingesammmelt, oder die schwer verletzten Tiere gesund gepflegt und ihnen ein neues Leben geschenkt.
Trotz aller Bemühungen stehen engagierte Tierschützer immer wieder am Anfang. Aus diesem Grunde versuchen wir mitzuhelfen dieses Tierleid zu verbessern und den Tieren zu einem würdigen Weiterleben zu verhelfen.
"Second Hand Dog´s" haben im eigenen Land kaum eine Vermittlungschance. Daher ist der Transport nach Deutschland, zumindest für einige dieser Tiere die einzige Hoffnung auf ein Leben ohne Zwinger und Kette.
Das Leben eines Kettenhundes in Ungarn: Niemals laufen, rennen oder toben........... Im Winter der Kälte, im Sommer der Hitze ausgesetzt, teilweise ohne die Möglichkeit sich vor Regen zu schützen. Oft stehen sie in Matsch und Dreck.......... Wenn sie Glück haben, dann gibt´s manchmal Wasser und Futter.... Den Luxus..... eine Hütte mit Stroh bekommen nicht alle.

Dieser Hund hatte leider Pech im falschen Fell geboren zu sein. Die furchtbare Angst schaut ihm aus den Augen. Er war bei unserem Besuch in der Tötungsstation sehr lieb und freute sich über jede Zuwendung. Leider darf er als Abkömmling eines "Kampfhundes" nicht nach Deutschland eingeführt werden. Sein Schicksal - er wurde eingeschläfert.
Nicht vorenthalten möchte ich Ihnen die Fotos von "Futterküchen" in Abdeckereien. Im Winter ist das Futter gefroren und im Sommer stinkt es erbärmlich. Die (in diesem Fall ) Hunde sind jedoch froh überhaupt etwas zu bekommen, denn es gibt nicht jeden Tag zu Fressen. Ich habe auch schon Hunde um ein Stück hartes verschimmeltes Brot raufen sehen. Es gibt das, was "zusammengebettelt" wird.
Der einzige, sinnvolle Weg dieses Tierleid einzudämmen bliebe die konsequente Kastration der Tiere. Dies ist jedoch eine kostspielige und problematische Aufgabe. Privat betriebene "Auffanglager" halten bis zu 400 Hunde. In der Türkei z.B. gibt es Lager mit 800 bis 1000 Hunden die unter teilweise miserablen Bedingungen ihr Leben fristen. Kastrationen sind unmöglich und aussichtslos. Es werden jährlich tausende von Welpen geboren, die nichts als Hunger, Elend und Qual erwartet. Eine Überlebens-chance haben die wenigsten.
All diese Tiere haben Gefühle, sie empfinden Trauer, Schmerzen und Angst. Sie können sich nicht wehren, können nicht für sich sprechen. Dazu brauchen sie unsere Hilfe nicht nur in Deutschland sondern überall auf der Welt. Wenn man bedenkt wie oft diese gequälten und misshandelten Geschöpfe uns trotzdem Vertrauen, Gehorsam, Liebe und Zuneigung entgegenbringen, ist dies beschämend.
Trotz (oder vielleicht wegen) der sehr harten Vergangenheit sind diese Hunde jedoch ganz tolle Zeitgenossen. Sie sind gut sozialisiert und neigen in der Regel nicht zu Agressionen. Häufig haben sie noch niemals in ihrem Leben eine Streicheleinheit erhalten oder eine liebevolle Behandlung erlebt. Daher sind sie sehr dankbare Wesen.
Wir können nicht allen Tieren helfen, aber helfen Sie mit wenigstens einige wenige zu retten. Auch wenn das Problem grundsätzlich nicht gelöst ist, für das einzelne Tier ist es die einzige Lösung auf ein Weiterleben.