Wie alles begann!
Schon seit sehr langer Zeit spielt der Tierschutzgedanke eine große Rolle in meinem Leben. Durch die aktive Mithilfe in verschiedenen Tierschutzvereinen konnte ich viele schöne Erfolgserlebnisse sammeln, musste aber auch weniger gute Erfahrungen in Kauf nehmen. Ich lernte die Arbeitsweise in unterschiedlichen Tierheimen kennen, die mir nicht immer gefallen haben. Tiere hinter Gittern, lebenslang in Einzelhaft abgeschoben, waren mir schon von jeher ein Gräuel. Vor allem die alten, ungeliebten und teils weniger "schönen" Tiere taten mir immer besonders leid. Für diese Tiere wollten wir einen Gnadenhof errichten.
Aus diesem Grund setzten sich im Frühjahr 1995 einige wenige Tierfreunde zusammen und wir gründeten den "Tierschutzverein Arche Noah e.V."
In Hutthurm, Landkreis Passau, fand sich ein geeignetes Projekt für unser Vorhaben. Schon bald wurde bekannt, dass wir kein in Not geratenes Tier abweisen würden. Leider fanden es die Tierbesitzer oft nicht mal der Mühe wert ihren Hausgenossen persönlich bei uns abzugeben. Nicht selten wurden die Kleintiere in einem Karton vor der Haustüre abgestellt, oder der Hund einfach an den Zaun gebunden, "entsorgt". Bald waren wir bis in die kleinste Ecke ausgefüllt. Ein größerer Gnadenhof mußte gefunden werden. Nach langem Suchen fanden wir endlich im Nachbarlandkreis das unseren Wünschen entsprechende Anwesen.
Und heute...
Im Sommer 2000 zogen wir hier ein.

Nun können wir endlich all unseren Schützlingen gerecht werden.
Unsere, meist mit der Flasche aufgezogenen Schafe und Ziegen haben eine große Wiese und auch die Pferde genießen das saftige Grün.

Viele Hühner, die sowohl aus Legebatterien, als auch aus schlechter Haltung stammen, genießen den unbegrenzten Freigang.

Unser großes Hunderudel darf ungetraft bellen und die Katzen können in Ruhe auf Mäusejagd gehen.
Alles wird scharf bewacht von "Anton" und "Gustaf" unseren beiden "Türstehern".

(Nur "Gustaf" war fotogen)
Mein Ehepartner Andreas, der lange Jahre als Tierpfleger in einem großen Tierheim seine Erfahrungen sammeln konnte, versorgt unsere "Großfamilie" in einer "rund um die Uhr" ehrenamtlichen Tätigkeit. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz wäre es nicht möglich unseren Gnadenhof in dieser Weise zu betreiben. An dieser Stelle möchte ich mich bei ihm sehr herzlich bedanken.
In Zukunft...
Bis zum Anfang des Jahres 2006 hatten wir uns nur auf die Versorgung von Gnadentieren spezialisiert. Durch die Gespräche mit verschiedenen Tierschützern, die auch für das Ausland tätig sind, begann ich mich auch dafür zu interessieren. Lange Zeit dachte ich immer, vieles sei übertrieben oder man könnte den Tieren im Ausland sehr wenig helfen. Ich wollte mir selbst ein Bild über die Situation vor Ort machen um mir eine eigene Meinung bilden zu können. In Begleitung meiner Tochter fuhr ich nach Ungarn (Budapest). Was wir dort vorfanden war noch viel schlimmer als in manchen Berichten. In diesem Land gibt es kein Tierschutzgesetz und das Leid der Tiere ist unbeschreiblich. Wir beschlossen, soweit es unseren Möglichkeiten entspricht, auch dort zu helfen. Engagierte Tierschützer vor Ort geben uns die Möglichkeit zu einer gezielten Unterstützung.
Tiere kennen keine Landesgrenzen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Auslandstierschutzvereinen konnten wir bereits vielen Hunden und auch Katzen aus Spanien, Italien und vor allem Ungarn zu einem lebenswerten Dasein verhelfen.
Bitte helfen auch Sie mit!!!
Nur durch Ihre Hilfe wird es uns möglich sein, auch weiterhin vielen armen Pfoten zu einem artgerechten Leben verhelfen zu können.
Christine Purvis